meine Sammelleidenschaft: Taucherhelme und das was dazugehört!

Da das Sammelgebiet sehr umfangreich ist, und mittlerweile viele Interessenten Taucherhelme als Wertanlage sehen, konzentriere ich mich auf deutsche Helme, die hier immer noch gelegentlich zu finden sind. Auch Zubehör taucht immer mal wieder auf, wenn man die Augen offen hält.

Wenn die Bilder interessant sind, lassen sie sich mit einem Klick vergrößern.

 

Dräger Bubikopf DM40


mein ältester Taucherhelmelm, er dürfte aus den 1930er Jahren stammen, das Schulterstück hat noch das alte, aufgelötete Firmenlogo. Woher der Name Bubikopf stammt, ist natürlich auf die Kante im Nacken zurückzuführen, ab 1942 wurde die Herstellung etwas vereinfacht und der Helm wurde runder mit abstehenden Anschlussstutzen.

Dieser Helm kann alternativ mit einem DM40 Kreislauftauchgerät oer mit Schlauchversorgung eingesetzt werden.

Ich habe ihn 2016 aus der Schweiz geholt.

 

Dräger DM40 von ca. 1944/45

Der Helm hat die 1942 neu eingeführte runde Form mit den radial abstehenden Anschlussstutzen.

Der Helm muss aus der Zeit gegen Kriegsende stammen, in der Mangelzeit war Buntmetall kriegswichtig und schwer zu bekommen, daher wurde das Schulterstück aus Eisen gefertigt.

 

Dräger einfacher Lufthelm


mein erster Helm! Ich habe ihn 1985 geschenkt bekommen, damals waren diiese Helme gerade von den mordernen Kirby Morgan Helmen abgelöst worden und wurden zum Teil zum Schrottwert gehandelt.

Man sieht dem Helm an, dass er viel benutzt wurde, eines der seitlichen Gläser ist auch etwas abgesplittert, aber das Glas ist 100ig dicht und wir setzen den Helm immer noch regelmäßig ein und er funktioniert supergut! Durch die regelmäßige Benutzung hat der Helm die schöne dunkle Patina!

 

Dräger DM40

der Helm ist ebenfalls ein DM40 im bestmöglichen Zustand!

Dräger Lufthelm

Im Sommer 2012 bekam ich von einer Feuerwehr hier in der Nähe einen Anruf, dass man beim Aufräumen eine komplette Helmtaucherausrüstung mit allem Zubehör gefunden habe. Die Ausrüstung ist offenbar 1958 produziert worden, zumindest sagen das die Stempel in der Kiste und im Ärmel des Helmtaucheranzuges fand sich eine Zeitungsseite, die dort zum Trocknen reingesteckt worden war. Auf der Seite wurde von einem Fußballländerspiel 1962 berichtet - das wird dann wohl das Datum der letzten Benutzung sein, danach wurde die Ausrüstung eingelagert und dann irgendwann vergessen!


Dräger DM220/2

Dieser Helm löste Ende der 1970er Jahre die kupfernen Modelle ab. Dräger hat diesen Helm weitereintwickelt und das Helmvolumen aus Sicherheitsgründen soweit möglich reduziert, der Taucher kann den Luftfluss mit dem Steuerventil auf der Brust selbst einstellen und der Einstig wurde von einem 3-Bolzen Einstieg zu 12-Bolzen Anschluss geändert, was das Anziehen deutlich erleichtert.

Allerdings müssen die Andruckstücke sehr präzide aufgebracht werden, sonst wird es sehr nass!

Dieses Modell stammt ursprünglich von der Bundeswehr, dort hat man 2 völlig separate Luftversorgungen verlangt, daher hat der Helm einen zweiten Luftanschluss für das Reservegerät.

 


koreanischer Helm

Diesen Helm habe ich in den 80er Jahren unter kuriosen Umständen erworben. Er wurde offenbar so lange benutzt, bis er nicht mehr zu reparieren war, Deswegen wurden wohl auch die Andruckstücke und die Schrauben aufbewahrt.

 


russischer USV50

 hergestellt 1970 vermutlich für nicht militärische Zwecke

 

Dräger D6000 Luftversorgung

bis in die 1950er Jahre wurde die Luft für den Taucher normalerweise durch Hebelpumpen erzeugt, so dass bei größeren Tiefen bis zu 4 Pumpen mit jeweils 4 Pumpenmännern zusammengeschaltet wurden. Das war echte harte Arbeit. 

Die größte Gefahr war jedoch der sogenannte Tauchersturz. Wenn also ein Taucher in relativ flachem Wasser abstürzt, z.B. bei Arbeiten an einem Wrack, nimmt der Wasserdruck sehr schnell zu und presst den weichen Anzug, mitsamt dem Taucher in den starren Helm, was sehr unbekömmlich ist - man spricht auch von einem äußeren Blaukommen.

Der Dräger D6000 Steuerautomat wird an eine großvolumige Pressluftflasche abgeschlossen und ersetzt nicht nur die Pumpen sondern er kann auch die Luftlieferleistung nach Bedarf anpassen, also auch beim Absturz relativ schnell gegensteuern. Da die einströmende Luft im Helm recht ordenlich Lärm macht und die Tauchertelefone zu dieser Zeit noch ziemlich leise waren, kann man diesen Automaten zum Telefonieren komplett abstellen - nicht ganz ungefährlich. Das Nachfolgemodell hatte dann immer eine Minimum Lieferleistung, die nicht unterschritten werden kann. Aber da waren die Telefone auch schon leistungsfähige.
schwere Helmtaucherschuhe von ca. 1910-1920

Diese Helmtaucherschuhe sieht man auf vielen zeitgenössischen Bildern verschiedener Hersteller. Ich denke, dass die Schuhe von den Herstellern der Helmtauchausrüstungen nicht selbst produziert wurden, sondern dass ein umtriebiger Lieferant seine Produkte an diverse Produzenten von Helmtauchausrüstungen ausgeliefert hat.

Die Schuhe sind extrem schwer und bestehen außer der Metallsohle komplett aus Leder
ein einzelner dänischer oder schwedischer Helmtaucherschuh

Diesen Schuh habe ich zusammen mit einem anderen ledernen Ausrüstungsstück erworben, darin ist eine Krone eingeprägt, ein Hinweis auf dänische oder schwedische Herkunft. Innen im Schuh ist eine hölzerne Sohle, darunter die schwere Metallsohle. Sollte jemand einen einzelnen sochen Schuh haben, bin ich sehr interessiert!
ein einzelner Dräger Bronze Helmtaucherschuh

Der zweite Schuh dazu steckt irgendwo tief im Schlick der Elbe, daher habe ich diesen hier geschenkt bekommen. Ich habe noch bei keinem anderen Taucherschuh so dickes Leder gesehen, fast ein cm stark! Auch hier... wenn jemand einen dazu passenden einzelnen Schuh haben sollte, bin ich sehr interessiert!
ein weiterer einzelner bronzener Dräger Helmtaucherschuh

von genau diesem Schuh findet sich im legendrären Stelzner auf Seite 75 ein Bild von 1922 auf dem der Taucher solche Schuhe trägt, das ist also vermutlich so der erste Helmtaucherschuh, den Dräger hergestellt hat! Muss ich dazusagen, dass ich sehr daran interessiert bin, einen zweiten Schuh zu finden?
englische Siebe Gorman Taucherlampe

diese Lampe wurde so bis in die 70er Jahre gebaut, sie hat keinen Schalter, an der Oberfläche werden die Batterien eingesetzt, zusammengeschraubt und fertig... Licht bis zum Ende des Tauchganges oder der Batterien! Diese Lampe gibt es auch in verchromter Ausführung und ich habe gehört, die nicht verchromten wären allesamt nachgemachte Kopien, was ich nicht glauben kann! Auf jeden Fall sieht die Lampe korrekt aus und ist nach Standard numeriert.
deutsches Helmtauchermesser
die deutschen Helmtauchermesser werden alle in ein Gefäß aus Messing eingeschraubt. Da dann in der Hülse durch den Druck des umgebenden Wassers ein relativer Unterdruck besteht, der es unmüglich machen würde, bei Bedarf das Messer herauszudrehen, wird die Hülse mit Süßwasser gefüllt. Das Messer ist öfters nachgeschärft worden und die Klinge hat etwas gelitten.
Dräger Helmtauchermesser
dieses Helmtauchermesser ist eine von Dräger lizenzierte Nachfertigung, beruhend auf den originalen Zeichenungen.
deutsches Helmtauchermesser
deutsches Helmtauchermesser aus der DDR
dieses Messer hat eine lange Geschichte, ich habe es Anfang der 1990er Jahre zusammen mit vielem anderen Taucherzubehör aus der damaligen DDR gekauft. Das Messer war im Besitz des Taucherschiffes der Fischfangflotte in Sassnitz. Wie man sieht, ist die Hülse offenbar als Reparartur selbst gefertigt worden, wobei der originale obere Bund offenbar weiterverwendet wurde. Es wurde mal von jemandem, der etwas davon versteht, vermutet, dass es im Original mal ein Hagenuk-Messer gewesen sein könnte, der Griff würde dafür sprechen.

Ebenfalls wurde die Klinge ausgetauscht, leider gegen eine aus nicht ganz rostfreiem Stahl. Sicher nicht das "schönste" Messer meiner Sammlung, aber sicher das, was am meisten erlebt hat!
englisches Helmtauchermesser von Siebe Gorman
dieses Messer habe ich mal als Souvenir von einer meiner England Reisen mitgebracht. Gekauft habe ich es bei Trinity Marine im Dartmoor, wer mal in diese Gegend der Welt verschlagen wird und sich für das Thema interessiert, oder allgemein Interesse an altem nautischen Zubehör hat, der darf sich einen Besuch dort nicht entgehen lassen!
englisches Helmtauchermesser von Siebe Gorman
ein Jubiläumsmesser, das zu einem runden Geburtstag, unter Verwendung der originalen Zeichnungen, von Siebe Gorman hergestelltwurde.
die erste in Deutschland hergestelle Tauchermaske von Dräger
sie ist völlig unbenutzt, es hängt sogar noch der Zettel des Herstellers an der Maske, sie dürfte aus den frühen 1950er Jahren stammen.
die ersten in Deutschland hergestellen Schwimmflossen von Barakuda
die Flossen stammen etwa aus der gleichen Zeit wie die Maske, ein damals unerhörter Luxus!